pulse 1Neue Omikron Varianten entdeckt

Omikron Variante XE – wie besorgniserregend ist die Rekombination?

Die Bildung neuer Varianten bei Viren ist nichts Ungewöhnliches. Vor Kurzem haben Forscher in Großbritannien eine neue Mutation aus der Omikron Untervariante BA.1 und BA.2, und Delta, entdeckt. Nun stellt sich die Frage, wie gefährlich diese ist. 

Neben XE auch Varianten XD und XF gefunden

Zwar ist die Zahl der allgemein gemeldeten Corona-Infektionen zurzeit rückläufig, dennoch befindet sie sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Wo vor nicht allzu langer Zeit die Virus Variante BA.1 die vorherrschende war, bestimmt mittlerweile die Untervariante BA.2 das Infektionsgeschehen, was aus dem Wochenbericht der RKIs (Robert Koch-Institut) hervorgeht. Allerdings sind britische Forscher jetzt auf drei neue Rekombinationen des Coronavirus gestoßen.

Die Forscher aus Großbritannien haben neben der Mutation XE, auch die Mutationen XD und XF ausmachen können. Dabei soll es sich um Mischvarianten aus der Delta-Variante und einer Omikron-Untervariante handeln. Die britische UK Health Security Agency (UKHSA) macht in ihrem jüngsten Bericht besonders auf die Rekombinationsvariante XE aufmerksam. 

Speziell XE ist eine Rekombination aus den Omikron-Subtypen BA.1 und BA.2 und hat zusätzlich drei neue Mutationen. Am 19. Januar 2022 wurde diese Variante das erste Mal in Großbritannien nachgewiesen. Mittlerweile liegen auch Fälle aus Indien vor. 

Bereits mehr als 600 Fälle in Großbritannien

Im Bericht der UKHSA wurden in England bis zum 22. März 2022 bereits 637 Fälle von XE nachgewiesen, insgesamt wurde die Rekombination bereits knapp 800-mal erfasst. Forscher fanden sie vor allem in London, im Südosten Englands und in Ostengland vor. Bisher macht Omikron XE aber nur einen marginalen Teil des Infektionsgeschehens aus. 

Rekombination XE – mehr Daten sind nötig

„Die Rekombination Omikron XE hat eine variable Wachstumsrate. Wir können aber noch nicht bestätigen, ob sie einen echten Wachstumsvorteil hat. Bisher gibt es noch zu wenige Beweise, um Schlussfolgerungen zu Übertragbarkeit, Schweregrad oder Wirksamkeit des Impfstoffs zu ziehen“, sagt Susan Hopkins, leitende medizinische Beraterin der UKHSA.

Die WHO betrachtet die neue Variante weiterhin unter Omikron und stuft diese noch nicht als besorgniserregend ein. Dies wird sich auch nicht ändern, bis “signifikante Unterschiede bei der Übertragung und den Krankheitsmerkmalen gemeldet werden”.

Ebenso geht die WHO davon aus, dass das Risiko, dass neue Varianten inklusive Rekombinationen auftreten, nach wie vor sehr hoch ist.

Eine solche Rekombination des Coronavirus kann entstehen, wenn eine Person gleichzeitig mit zwei oder mehr Varianten infiziert wird. Dabei kommt es zu einer Vermischung des Gen-Materials der Coronaviren im Körper der infizierten Person. Susan Hopkins erklärt: “Rekombinationen sind nichts Ungewöhnliches, insbesondere wenn mehrere Varianten im Umlauf sind, und im Verlauf der Pandemie wurden bisher mehrere identifiziert”. In den meisten Fällen können sich die Rekombinationen aber nicht gegen die vorherrschenden Varianten des Coronaviruses durchsetzen und sterben somit vergleichsweise schnell ab. 

Wenige Fälle von XD und XF verzeichnet

Neben der XE Variante notierten die britischen Forscher auch die Varianten XD und XF in ihrem Bericht. Diese beiden Mutationen sind Kombinationen aus Gen-Material des Omikron-Subtypes BA.1 und der Delta-Variante. Bisher wurden von den beiden Rekombination nur 39 Fälle in Großbritannien und 49 Fälle, vor allem in Frankreich, nachgewiesen. Vereinzelt wurde die Variante auch in Dänemark und Belgien nachgewiesen. Seit Mitte Februar wurden aber in Großbritannien keine neuen Fälle der Mutationen mehr verzeichnet.

Trotz der bisher begrenzten Ausbreitung der Rekombinationen, werden diese selbstverständlich weiter von der WHO beobachtet. Es gebe auch noch keine Hinweise darauf, dass die Varianten XD und XF leichter übertragbar sind als andere bereits zirkulierende Varianten. 

Kann XE zur neuen dominierenden Variante werden?

Es ist möglich, dass Omikron XE die derzeit vorherrschende Virus Variante Omikron BA.2 verdrängen und zur dominierenden Variante werden könnte. Bisherige Daten geben durchaus Hinweise darauf, dass XE bis zu 10 Prozent ansteckender sein könnte als BA.2. Allerdings ist es noch zu früh um eindeutig sagen zu können, ob sich diese Rekombination in den nächsten Wochen durchsetzen wird. Bisher liegen noch zu wenig Daten vor, um Rückschlüsse auf die Übertragbarkeit, den Schweregrad oder die Wirksamkeit des Impfstoffes ziehen zu können.

Deswegen ist es wichtig, auch weiterhin aufmerksam zu sein und sich und andere zu schützen, durch Einhaltung der Hygieneregeln und durch Coronatests vor Zusammenkünften und im Verdachtsfall.


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