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Richtiges Verhalten bei positivem Selbsttest

Seit über zwei Jahren grassiert das Coronavirus in Deutschland und der Welt. Die Gesamtzahl aller gemeldeten Corona-Infektionen in Deutschland liegt mittlerweile bei 12.421.126 Fällen. 74,8 % der Bevölkerung sind vollständig geimpft, doch die aktuell vorherrschende Omikron-Variante gilt als noch ansteckender als ihre Vorgänger. (Stand 14.02.2022) Was also tun, wenn der Selbsttest positiv ausfällt? Wir haben ein Handlungskonzept zusammengestellt. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Anweisungen je nach Bundesland variieren können. Informieren Sie sich deshalb bei Bedarf selbst nach den jeweiligen konkreten Verordnungen für Ihr Bundesland beziehungsweise Ihre Stadt.

Selbsttests sind ein sinnvolles Werkzeug im Kampf gegen die Pandemie. Sie helfen bei der Eindämmung des Coronavirus. Testet man sich, bevor man sich beispielsweise mit Verwandten und Freunden trifft, kann man andere vor einer unbemerkten Infektion schützen.

Der Selbsttest zeigt ein positives Ergebnis – das ist jetzt zu tun:

Jetzt heißt es erst einmal Ruhe bewahren. Optimalerweise ist ein zweiter Selbsttest – möglicherweise sogar von einer anderen Marke – zu Hause vorhanden, sodass ein weiterer Test gemacht werden kann, um das Ergebnis zu überprüfen

In der ARD sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach: „Wenn zwei Antigentests hintereinander positiv sind, dann ist das fast so sicher wie ein PCR-Test.“ Dass sie ein falsches Ergebnis lieferten, sei eine Seltenheit, so Lauterbach.

Das Bundesministerium für Gesundheit informiert auf seiner Internetseite: “Wer ein positives Ergebnis bei einem Selbsttest erhalten hat, sollte diesen durch einen PCR-Test bestätigen lassen und sich vorsichtshalber solange zuhause in häusliche Isolation begeben und Kontakte reduzieren, bis das Ergebnis vorliegt. Kontaktieren Sie für den PCR-Test Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, das Gesundheitsamt oder die die Telefonnummer 116 117.” Eine Meldepflicht eines positiven Selbsttest gebe es laut Bundesgesundheitsministerium jedoch nicht. 

Der WDR hingegen berichtet, dass laut Corona-Test-und-Quarantände-Verordnung für Nordrhein-Westfalen bei einem positiven Selbsttest ein zusätzlicher offizieller Schnelltest oder PCR-Test verpflichtend sei. Informieren Sie sich deshalb bitte zusätzlich, welche Verordnung aktuell in Ihrem Bundesland beziehungsweise Ihrer Stadt gilt.

Testkapazitäten gezielt einsetzen

Seit dem 12. Februar 2022 gilt laut veränderter Teststrategie der Bundesregierung, dass PCR-Tests nur mit einem vorangegangen positiven Antigen-Schnelltest, der von einer Teststelle abgenommen wurde, gemacht werden dürfen. Mit der neuen Teststrategie sollen die Testkapazitäten gezielter eingesetzt werden, da die Infektionszahlen derzeit stark ansteigen. Ein PCR-Test nach einer roten Warnmeldung auf der Corona-Warn-App ist demnach nicht mehr möglich.

“Bei Labor-Auswertungen sollen PCR-Tests von Risikopatienten und Menschen in Einrichtungen wie Pflegeheimen, Praxen, Kliniken und Rettungsdiensten vorrangig zum Zuge kommen. Auch sie müssen aber zunächst einen positiven Antigen-Schnelltest haben”, berichtete die Tagesschau Mitte Februar.

War der Selbsttest also positiv, gilt es zunächst, einen Antigen-Schnelltest in einer Teststation zu machen. Fällt dieser positiv aus, hat man Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test.

Die Teststellen von Coronatest haben deutschlandweit täglich geöffnet. Buchen Sie ganz einfach und schnell Ihren Test. Wir verwenden zuverlässige Clungene Antigen-Schnelltests mit einer Sensitivität von 98,5 % und einer Spezifität von 100 %. Diese sind von BfArM, Paul-Ehrlich-Institut und EU gelistet. Die Testentnahme findet per Nasen-Rachen-Abstrich statt und eine Infektion mit dem Coronavirus wird innerhalb von zwanzig Minuten verlässlich nachgewiesen. Auch PCR-Tests sind bei Coronatest durchführbar.

Wichtig ist: Zeigt der Selbsttest eine Infektion mit dem Coronavirus an, sollte man sich grundsätzlich von anderen Menschen fernhalten, um niemanden zu infizieren. Für die Fahrt zum Testzentrum oder in die Arztpraxis sollten deshalb keine öffentlichen Verkehrsmittel oder Taxis genutzt werden.

Positives PCR-Testergebnis 

Auch wenn keine Symptome vorhanden sind, muss man sich bei einem positiven Selbsttest-Ergebnis in Isolation begeben. Positive Antigen-Schnelltests und PCR-Tests müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Dieses leitet die bestätigten positiven PCR-Testergebnisse an das Robert Koch-Institut weiter.

Ist der PCR-Test negativ, kann man die Isolation beenden. Ist das Testergebnis hier jedoch ebenfalls positiv, muss man sich unabhängig vom Impfstatus für zehn Tage in Isolation begeben. Das bedeutet, man darf seine Wohnung nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Nach sieben Tagen ist eine Freitestung möglich, wenn man zuvor zwei Tage lang symptomfrei war. Für die Freitestung reicht ein negativer Antigentest einer Teststelle oder Arztpraxis.

Das negative Testergebnis kann an das Gesundheitsamt übermittelt werden, sodass man von der Isolation befreit ist. Ansonsten gilt weiterhin die zehntägige Isolation bis zum Ablauf der vollständigen Zeit. 

Mitarbeitende in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Einrichtungen der Wiedereingliederungshilfe müssen vor der Arbeitsaufnahme eine Freitestung nach sieben Tagen mit einem PCR-Test durchführen. Zudem müssen sie davor mindestens 48 Stunden lang symptomfrei sein.

Was tun bei einem negativen Selbsttest?

War der Selbsttest negativ, man hat jedoch Symptome, sollte man sich nicht auf das Ergebnis verlassen. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann durch Selbsttests nicht zu 100 % ausgeschlossen werden, denn es handelt sich bei dem Ergebnis nur um eine Momentaufnahme. Schutzmaßnahmen sind weiterhin nötig. Kontaktieren Sie am besten Ihre Arztpraxis.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind die häufigsten Covid-Symptome Husten (bei 42 % der Erkrankten), Schnupfen (31 %) und Fieber (26 %). Die Hausärztin Nicola Buhlinger-Göpfarth erklärte der Tagesschau, dass auch Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Müdigkeit und Durchfall Symptome seien können. Laut ihr sollen bei einer Infektion mit der Omikron-Variante nächtliches Schwitzen und Appetitlosigkeit zunehmen, während Geschmacksstörungen weniger auftreten würden. Bei dieser Variante sei das Krankheitsgefühl milder, jedoch länger zu beobachten

Wann sollte man Ärzte oder Krankenhäuser kontaktieren?

Ist der Verlauf milde, rät Buhlinger-Göpfarth bei Bedarf zu Ibuprofen oder Paracetamol, um das Fieber zu senken und die Schmerzen zu lindern. Auch heißen Tee und Ruhe empfehle sie. 

Risikogruppen, die an einem schweren Krankheitsverlauf leiden könnten, sollen allerdings laut RKI schnell Kontakt zur Hausarztpraxis aufnehmen.

Personen, die zu keiner Risikogruppe angehören, jedoch über 39,5 Grad Fieber hätten oder unter Atemnot leiden würden, sollten Buhlinger-Göpfarth zufolge ihre Hausarztpraxis kontaktieren. Diese könne die Lunge abhören und die Sauerstoffsättigung kontrollieren.

Eine Einweisung in eine Klinik sei eine Seltenheit. Sollte sich die Atemnot jedoch verschlimmern, werde dazu geraten, den Notruf zu kontaktieren.

Krankschreibung und Genesenenstatus

Für eine Krankschreibung reicht es aus, Symptome zu haben. Ein PCR-Test ist hierfür nicht nötig. Für den Nachweis einer Genesung ist jedoch aktuell ein PCR-Test notwendig. Wer gegen das Coronavirus ungeimpft ist und nachweislich ein positives Testergebnis erhält, gilt vier Wochen nach dem Test bis zu drei Monate als genesen.

Laut Tagesschau würden viele Hausärzte PCR-Tests durchführen, für nicht-priorisierte Gruppen könne die Auswertung jedoch bis zu zehn Tagen dauern.

Wen muss ich informieren?

Die Tagesschau berichtet: Das Gesundheitsamt wird mit positiv getesteten Personen, Haushaltsangehörigen und weiteren Kontaktpersonen außerhalb von Ausbrüchen und Settings mit vulnerablen Gruppen künftig nicht mehr routinemäßig Kontakt aufnehmen.” 
Haushaltsangehörige sowie Kontaktpersonen muss man also selbst über die Corona-Infektion in Kenntnis setzen.

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