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Lockerung der Corona-Maßnahmen in Europa

Die Corona-Pandemie ist nun schon seit zwei Jahren ein Teil unseres Lebens. Ein Virus, das die ganze Welt betrifft. Mit der neuen Omikron-Variante, die Ende November 2021 entdeckt wurde, breitet sich das Virus erneut aus. Mittlerweile dominiert die Omikron-Variante in ihrer Verbreitung. Bis heute geht jedes Land individuell gegen das Virus vor. Manchmal werden Corona-Maßnahmen verschärft, manchmal gelockert. Wir haben uns die aktuelle Lage in unseren Nachbarländern angesehen und wie sie derzeit mit der Pandemie umgehen.

In Irland fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben

Die irländische Gesundheitskommission gab ihr Einverständnis für die Aufhebung vieler Corona-Maßnahmen. Leo Varadkar, der Vizeregierungschef,  erklärte, dass es keine gesundheitlichen Gründe mehr gebe, die die Maßnahmen nötig machen würden. 

In Irland herrscht aktuell eine 7-Tage-Inzidenz von 680,0. 78,0 % der Bevölkerung erhielten die Zweitimpfung und 54,2 % wurden bereits geboostert. (Stand 03.02.2022)

Seit Samstag, den 22. Januar 2022 gelten in Irland deshalb kaum noch Corona-Regeln, das verkündete der Regierungschef Michael Martin am Abend zuvor. Laut ihm sei der “Omikron-Sturm” überstanden. „Ich habe an vielen dunklen Tagen hier gestanden, aber heute ist ein guter Tag“, so der Regierungschef.

Das bedeutet, dass man keinen Impfnachweis mehr benötigt, um in Restaurants oder Pubs und Discos Einlass zu bekommen. Auch gelten weder Teilnahmebeschränkungen im öffentlichen sowie im privaten Raum noch Abstandsregeln. Seit Montag, dem 24. Januar wurde zudem die Homeoffice-Pflicht aufgehoben.

Dennoch müssen sich Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden, in Isolation. Bis mindestens Ende Februar gilt weiterhin für alle die Maskenpflicht und auch die 3G-Regel bei internationalen Reisen ist zu beachten.

Niederlande lockert viele Maßnahmen

In der Niederlande liegt die aktuelle 7-Tage-Inzidenz bei einem Wert von 3.134,9. Die Zweitimpfung erhielten 71,7 % der Bevölkerung. Die dritte Impfung ließen sich 48,5 % verabreichen. (Stand 03.03.2022)

Vom 19. Dezember 2021 bis zum 15. Januar 2022 ging die Niederlande in den Lockdown. Dies war eine Maßnahme, um Krankenhäuser zu entlasten. Ab dem 15. Januar blieben die Gastronomie und der Kulturbereich zunächst weiterhin geschlossen, während Geschäfte, Friseurbetriebe oder Sportclubs öffnen durften. Laut Premier Mark Rutte könnten aufgrund der drastisch ansteigenden Infektionszahlen nicht alle Sektoren zeitgleich öffnen. Dies führte jedoch zu Protesten im Land.

Nun lockerte das Land weitere Corona-Maßnahmen am 26. Januar, obwohl die Corona-Zahlen – wie es Rutte ausdrückt – “durch die Decke gehen”. So seien auf die “großen Spannungen” reagiert worden, die die vorherigen Maßnahmen in Gastronomie und Kultur ausgelöst hätten. Gleichzeitig warnte er, dass dabei im Kontext der Infektionszahlen ein Risiko eingegangen werde. Sowohl Maskenpflicht als auch ein 3G-Nachweis in Form des Corona-Passes sind weiterhin nötig.

Auch Frankreich lockert seine Corona-Regeln

Für geimpfte beziehungsweise genesene Personen lockerte Frankreich seine Corona-Regeln weiter, während Ungeimpften in Zukunft der Zugang zu Teilen des öffentlichen Lebens verwehrt bleibt.

Seit dem 24. Januar 2022 dürfen Ungeimpfte nicht mehr an Sport- und Kulturveranstaltungen teilnehmen und haben keinen Zugang zu Gastronomie oder zum Fernverkehr. Bis Mitte Februar gilt eine Frist, in der ungeimpfte Personen, die sich doch zu einer Impfung entscheiden, mit einem negativen Test teilnehmen dürfen. Die 2G-Regelung solle aufgehoben werden, sobald sich die Corona-Lage entspanne und die Kliniken entlastet seien, so der Premierminister Jean Castex.

Die Maßnahmen betreffen alle Personen ab 16 Jahren, die dann gegen das Corona-Virus geimpft sein müssen, wenn sie uneingeschränkt am öffentlichen Leben teilhaben möchten.

Für geimpfte Personen gibt es keine Teilnehmerbeschränkungen bei Sport- und Kulturveranstaltungen. Außerdem müssen im Freien keine Masken getragen werden. Mitte Februar plant die Regierung die Öffnung von Diskotheken und Clubs und erteilen die Freigabe zum Konsum von Lebensmitteln in Zügen. Die Homeoffice-Pflicht wird ebenfalls abgeschafft, die Arbeit aus dem Homeoffice bleibt lediglich eine Empfehlung. 

Auch sollen noch im Februar die Regelungen zu Masken- und Testpflicht in Schulen gelockert werden. Laut Premierminister ermöglichten diese bisher trotz ihrer Umständlichkeit die Offenhaltung der Schulen.

Castex begründete die Aufhebung der Maßnahmen mit der hohen Impfquote des Landes. Derzeit sind 76,4 % der französischen Bevölkerung vollständig geimpft und 48,2 % erhielten eine Booster-Impfung. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei einem Wert von 3.178,3. (Stand 03.02.2022)

Dänemark: Freedom Day am 1. Februar 2022

Zum 1. Februar wurden in Dänemark so gut wie alle Corona-Maßnahmen aufgehoben, obwohl das Land Rekordwerte an Neuinfektionen zu verzeichnen hat. Derzeit beträgt die 7-Tage-Inzidenz in Dänemark 5.357,0. Die zweite Corona-Impfung haben dabei 81,4 % der Bevölkerung erhalten und bereits 61,4 % ließen sich boostern. (Stand 03.03.2022)

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bezeichnete die Impfquote als “Superwaffe”, sodass das ein Leben ohne Einschränken wie vor der Pandemie möglich sei. Die Regierung handelte nach der Empfehlung der dafür zuständigen Kommission.

Eine weitere Begründung sei, dass die Omikron-Variante einen milderen Verlauf der Krankheit auslöse. Im Vergleich mit anderen Varianten des Coronavirus löse Omikron weniger schwere Krankheitsverläufe aus, was an Kennzahlen wie den Intensivpatient:innen oder Patient:innen an Beatmungsgeräten festgemacht werde. Laut Regierung werde Covid-19 nicht mehr als “gesellschaftskritische Krankheit” eingestuft. Dänemark hatte bereits im September 2021 einen Freedom Day.

Konkret bedeutet dies, dass fast nirgends mehr Maskenpflicht herrscht und keine Abstandsregeln mehr gelten. Auch müssen keine Impf-, Genesenen-, oder Test-Nachweise vorgelegt werden. Großveranstaltungen können seit Februar wieder stattfinden und Clubs öffnen. Nur in Krankenhäusern und Pflegeheimen sollen Besucher Masken tragen müssen und einen 3G-Nachweis erbringen müssen.

Für Einreisende, die ungeimpft sind, solle vorerst eine Testpflicht gelten. Alle anderen Vorsichtsmaßnahmen gelten als nicht verpflichtende Empfehlungen. Magnus Heunicke, der Gesundheitsminister Dänemarks, betonte dennoch: „Corona verschwindet nicht mit den Beschränkungen aus der Gesellschaft.“ Das aufeinander Achtgeben sei weiterhin nötig, gerade im Bezug auf Personen, die älter oder anfälliger für das Virus seien.

Lockerung der Maßnahmen auch in England

Die Maskenpflicht als Corona-Maßnahme gilt in England nicht mehr. Die Masken müssen in öffentlichen Innenräumen nicht mehr getragen werden. Die einzige Ausnahme ist das Bus- und Bahnfahren in London, dort muss die Maske verpflichtend aufgesetzt werden.

Clubs haben geöffnet und Großveranstaltungen können besucht werden, während der Gesundheitspass, in dem der Impf- beziehungsweise Genesenenstatus hinterlegt ist, nur noch in einigen Fällen vorgelegt werden muss. Außerdem wurde die Empfehlung zur Arbeit im Homeoffice aufgehoben

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete davon, dass in Planung sei, dass sich infizierte Personen ab Ende März nicht mehr isolieren müssten. „Es wird bald die Zeit kommen, in der wir die gesetzliche Verpflichtung zur Isolierung abschaffen können, genauso wie Menschen sich nicht gesetzlich isolieren müssen, wenn sie die Grippe haben“, erklärte der Premierminister des Vereinigten Königreichs Boris Johnson am 19. Januar.

Grund sei zum einen die Boosterkampagne der letzten Wochen sowie das angespannte aber nicht überlastete Gesundheitssystem. Im Vereinigten Königreich (UK), zu dem England gehört, liegt der aktuelle Wert der 7-Tage-Inzidenz bei 762,9. Vollständig geimpft sind 71,1 %, geboostert sind 54,8 %. (Stand 03.02.2022)

Die aktuellen Corona-Maßnahmen in Polen

Generell gilt die Abstandsregelung von 1,5 Metern Mindestabstand zwischen Fußgänger:innen. Das Tragen von Masken gilt im öffentlichen Raum. Unter anderem in öffentlichen Verkehrsmitteln, Gemeinschaftsräumen, Einzelhandel und Geschäften des täglichen Bedarfs, an Arbeitsplätzen, bei Kulturveranstaltungen, im Gesundheitswesen, Kirchen, Bildungseinrichtungen und anderen öffentlichen Einrichtungen. In Außenbereichen gilt die Maskenpflicht nicht.

Kunst- und Kultureinrichtungen können von geimpften und genesenen Personen mit entsprechendem Nachweis über Impfung, Genesung oder mit negativem Testergebnis besucht werden. In Museen,Kunstgalerien, Bibliotheken, Schwimmbädern und Fitnessstudios gilt die Höchstgrenze von einer Person pro 15 Quadratmeter. Kinos, Kultur- und Gemeinschaftszentren, Gastronomie, Hotels und Gebetsstätten dürfen nur bis zu 30 % ausgelastet sein und es gilt eine Maskenpflicht. Geimpfte Personen und Genesene mit dementsprechendem Nachweis werden zu diesen 30 % nicht hinzugezählt. Discos, Clubs und Tanzlokale sind geschlossen.

Schüler:innen der 5. bis 8. Klassen befinden sich aktuell (vom 27. Januar 2022 bis zum 27. Februar 2022) im Fernunterricht. Für die Klassen 1 bis 4 findet Präsenzunterricht statt. Kinderkrippen und Kindergärten bleiben geöffnet.

Quarantäne und Isolation 

Seit dem 2. Februar beträgt die Quarantäne für Personen, die Covid-19-Patient:innen helfen (sowie Soldaten, Polizeibeamte oder der Feuerwehr) fünf Tage. Für alle anderen dauert die Quarantäne 7 Tage lang, wenn Kontakt zu einer infizierten Person bestand, die eine Überweisung für einen Covid-Test erhielt.

Reiserückkehrende aus EU-Mitgliedsstaaten, dem Schengen-Raum oder der Türkei müssen für 10 Tage in Quarantäne. Für Reiserückkehrende von Orten außerhalb der EU, des Schengen-Raums oder der Türkei gilt eine Quarantänedauer von 14 Tagen.

Die Isolation einer infizierten Person dauert, wenn die Erkrankung symptomlos verläuft, 10 Tage. Die Isolation von Angehörigen medizinischer Berufe sowie von Beamten in Uniform dauert 7 Tage lang an beziehungsweise 5 Tage, “wenn ein Test, der nicht vor dem 5. Tag durchgeführt wurde, negativ ausfällt”, so berichtet die Internetseite der polnischen Regierung.

Corona-Beirat tritt fast geschlossen zurück

Am 14. Januar 2022 traten 14 von 17 Mitgliedern des polnischen Corona-Beirats zurück. Begründet wurde dies in einem offenen Brief mit den Worten, dass sie „keinen Einfluss auf die tatsächlichen Maßnahmen“ der Regierung hätten. “Gleichzeitig haben wir beobachtet, dass es eine wachsende Toleranz für Gruppen gibt, die die Bedrohung durch Covid-19 und die Bedeutung von Impfungen im Kampf gegen die Pandemie verneinen”, so die Mitglieder des Rats.

Polen hat aktuell eine 7-Tage-Inzidenz von 908,9 und eine Impfquote der vollständigen Impfungen von 57,7 %. 27,6 % erhielten eine Booster-Impfung. (Stand 03.02.2022)

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