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Weihnachten und Silvester gemeinsam sicher verbringen

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir blicken zurück auf eine turbulente Zeit. Der Wunsch nach etwas mehr Normalität ist groß, das zeigt sich vor allem an Weihnachten und Silvester. Viele möchten die letzten Tage des Jahres mit ihren Liebsten – Familie und Freunden – verbringen. Doch die Unsicherheit ist stets präsent, denn man möchte niemanden aus Versehen mit Corona anstecken. Mit den richtigen Vorkehrungen und Corona-Maßnahmen können Weihnachten und Silvester trotzdem gelingen.

Sich noch vor Weihnachten impfen lassen

Die Impfung ist ein unverzichtbares Instrument zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Sie schützt vor einem schweren Krankheitsverlauf und vor dem Tod durch Covid-19. Auch wird das Infektionsrisiko deutlich vermindert. Aktuell sind 69,7 Prozent der deutschen Bevölkerung vollständig geimpft. Im “Wöchentlichen Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)” vom 9. Dezember 2021 schreibt das Robert-Koch-Institut, dass die aktuelle “sehr besorgniserregende” Situation nur verbessert werden könne, wenn die Kontaktbeschränkungen intensiviert werden und die Impfraten schnell erhöht werden würden. 

Zudem rät das RKI: „Personen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten unbedingt selbst geimpft sein und nur Kontakt zu Geimpften oder Genesenen mit negativem tagesaktuellem Testergebnis haben.“ Auch gibt es aktuell die Möglichkeit zu Booster-Impfungen, um den Immunschutz aufzufrischen. Sind die Antikörper frisch erhöht, sinkt das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung. Eine allgemeine Impfpflicht gibt es derzeit nicht.

Der Virologe Professor Hendrik Streeck sagte dem Münchner Merkur und der tz, dass weiterhin Vorsicht geboten wäre, jedoch hätten wir mit der Impfung “ein starkes Werkzeug in der Hand, um schwere Covid-Verläufe zu vermeiden. Wenn Menschen geimpft sind und sich vorher testen, dann können sie gemeinsam normal Weihnachten feiern, wobei ich hier davon ausgehe, dass es sich um eine Familienfeier handelt.”

Sich täglich auf das Virus testen lassen

Corona-Tests sind wichtig, um Infektionsketten zu unterbrechen. Das RKI rät insbesondere Risikopatient:innen, sich impfen zu lassen und sich nur mit Personen zu treffen, die geimpft oder genesen seien und ein tagesaktuelles negatives Testergebnis hätten. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland erklärt die Virologin Daniela Huzly vom Uniklinikum Freiburg, dass bei Kontakt mit Risikopatient:innen eine tägliche Testung besonders sinnvoll sei, denn zu Beginn einer Infektion seien die Tests oft fälschlicherweise negativ, während sie am nächsten Tag schon ein positives Ergebnis anzeigen können.

Auch Geimpfte hätten bei einer Infektion laut RND eine hohe Viruslast, doch diese würde normalerweise schneller wieder sinken als bei Ungeimpften. Gerade ältere Personen seien im Vergleich mit jüngeren Menschen trotz Impfung nicht so gut vor einem schweren Krankheitsverlauf geschützt. Die tägliche Testung vor dem Besuch werde deshalb allen, auch Kindern, empfohlen. Streeck sprach von Studienergebnissen aus Harvard, die zeigen, dass “Schnelltests dann Vorteile bringen, wenn man sie häufig – also zwei-, dreimal die Woche – anwendet. Sie sind schnell und schlagen dann an, wenn die Getesteten infektiös sind. Das gleicht den Nachteil der etwas geringeren Zuverlässigkeit aus.”

Vorsicht vor unzuverlässigen Corona-Tests! Denn Untersuchungen des Paul-Ehrlich-Instituts zeigten, dass sich verschiedene Testanbieter in ihrer Zuverlässigkeit unterscheiden. 26 von 122 geprüften Antigen-Schnelltests hatten keine geforderte Sensitivität von 75 Prozent. Wir verwenden die Clungene Antigen-Schnelltests, die von der BfArM, dem Paul-Ehrlich-Institut und der EU gelistet sind. Sie weisen eine Sensitivität von 98,5 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent auf. Nach 20 Minuten kann eine akute Covid-19-Infektion verlässlich nachgewiesen werden. So können Sie sich durch einen Schnelltest an Weihnachten und Silvester mit einem sicheren Gefühl mit Familie, Verwandten, Freunden und Bekannten treffen.

Gerade bei Symptomen wie Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten sei es laut RKI notwendig, die Hausarztpraxis zu kontaktieren, einen PCR-Test zu machen und sich nur zuhause aufzuhalten. Auch wird die Nutzung der Corona Warn App empfohlen.

Auch PCR-Tests sind eine sinnvolle Option

PCR-Tests sind im Vergleich zu Antigen-Schnelltests deutlich sensitiver und erkennen auch sehr geringe Viruslasten, somit können sie Corona-Infektionen noch besser erkennen. Unsere PCR-Tests werden in einem offiziell anerkannten und lizenzierten deutschen Labor ausgewertet. Der dortige Laborarzt befundet die Proben, die nach der Probenentnahme zu 98 Prozent innerhalb von 24 bis 36 Stunden ausgestellt werden. Auch bieten wir EXPRESS RT-PCR-Tests an, bei denen das Ergebnis bereits nach 30 Minuten vorliegt und SAME DAY PCR-Tests, bei denen das Ergebnis bis Mitternacht vorliegt, wenn bis 13 Uhr getestet wurde. 

Nach Huzlys Einschätzung sei ein PCR-Test “ein guter Plan”, wenn ein eintägiger Besuch einer Person aus einer Risikogruppe beabsichtigt sei. Bleibe man länger, so sei laut ihr “bei einer Inkubationszeit von ungefähr einer Woche” das Risiko nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen.

Masken tragen, wenn Kontakte nicht vermeidbar sind

Das RKI rät grundsätzlich, alle nicht notwendigen Kontakte zu vermeiden. Doch sei dies nicht möglich so legt es nahe sowohl den Mindestabstand einzuhalten und allgemeine Hygieneregeln zu beachten als auch Masken zu tragen. Huzly sieht im Tragen einer Maske einen zusätzlichen Schutz, besonders für Personen aus Risikogruppen

Dabei senke das Tragen einer gut sitzenden FFP2-Maske das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, enorm, so eine Studie von Forschenden am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Am 2. Dezember berichtete die Max-Planck-Gesellschaft in einem Artikel darüber, dass sich ungeimpfte Personen selbst bei einer Distanz von drei Metern innerhalb von fünf Minuten mit fast 100-prozentiger Sicherheit anstecken würden, wenn sie in der Atemluft einer Corona-infizierten Person stehen würden. 

Lüften mindert das Risiko einer Ansteckung

Auch wenn es an Weihnachten mit Familie und Verwandtschaft gemütlich ist, sollte nicht vergessen werden, regelmäßig die Räume, in denen sich alle aufhalten, zu lüften.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt: “In Innenräumen kann regelmäßiges Lüften – durch Stoß- und Querlüften oder über Lüftungstechnik in den jeweiligen Räumen – das Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 deutlich reduzieren. Durch das Lüften gelangt Frischluft in den Raum, wodurch die Aerosolkonzentration gesenkt wird. Je mehr Frischluft zugeführt wird, desto stärker werden die Aerosole in der Raumluft verdünnt.”

Selbstisolation und Kontaktreduzierung

Für manche Personen könnte auch die Selbstisolation vor Weihnachten eine Lösung darstellen. Die Inkubationszeit bei Covid-19 beträgt etwa eine Woche. Wem es möglich ist, kann sich mindestens eine Woche vor Weihnachten zurückziehen, damit genug zeitlicher Abstand zum Fest bleibt. Für Menschen mit schulpflichtigen Kindern dürfte die Selbstisolation schwierig werden, für andere, die zum Beispiel im Homeoffice arbeiten oder für Studierende, die Online-Vorlesungen haben, könnte dies zu einem sicheren Gefühl an den Feiertagen beitragen.

Laut RKI könne neben einer besseren Impfquote nur eine “Intensivierung der kontaktbeschränkenden Maßnahmen” die aktuelle Corona-Situation verbessern. „Eine maximale Reduktion der Übertragungsraten ist auch notwendig, um die zu erwartende Ausbreitung der Omikron Variante zu verlangsamen„, so das RKI. Eine konkrete Zahl wird allerdings nicht genannt. Allgemein gilt: es muss nicht gleich die Selbstisolation sein, doch je weniger Kontakte man hat – ob geimpft oder ungeimpft – desto besser.

Zu beachten sind aktuelle Regelungen zu Kontaktbeschränkungen. Die Bundesregierung informiert auf ihrer Internetseite: “Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen Personen teilnehmen, die weder geimpft noch genesen sind, sind auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei weitere Personen eines weiteren Haushalts zu beschränken. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahrs zählen nicht mit.” Für Geimpfte und Genesene gilt aktuell: “In Kreisen mit mehr als 350 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen können sich höchstens 50 Personen bei privaten Feiern in Innenräumen treffen. Im Außenbereich dürfen es maximal 200 Personen sein.”

Auch sind digitale Weihnachtsfeste per Video Call möglich. Verwandte und Freunde können am gemeinsamen Fest teilhaben, ohne persönlich anwesend sein zu müssen. Gerade, wenn man weiter entfernt voneinander wohnt oder mit ungeimpften Personen in Kontakt bleiben möchte, ist diese Lösung besonders praktisch und sicher.

Verzicht auf Veranstaltungen und Reisen

Viele Weihnachtsmärkte sind dieses Jahr ausgefallen und bei denen, die noch geöffnet haben, gilt die flächendeckende inzidenzunabhängige 2G-Regelung. Doch auch hier heißt es: Je weniger Kontakte vor Weihnachten, desto sicherer die Feiertage mit Familie und Freunden. Das RKI rät “dringend” dazu, solche und andere Veranstaltungen mit engen Kontaktsituationen abzusagen oder zu meiden. Auch rät das RKI dazu, Reisen zu vermeiden.

Ab einer Inzidenz von 350 müssen Clubs und Diskotheken schließen, auch Silvesterpartys werden davon betroffen sein. Zu beachten sind bei privaten Feierlichkeiten außerdem die die Regelungen der Bundesregierung, wie viele Personen sich treffen dürfen. An Silvester und Neujahr gilt dieses Jahr zudem ein An- und Versammlungsverbot, auch auf Feuerwerksverbote in einzelnen Städten und Gemeinden müssen beachtet werden. Der Verkauf von Pyrotechnik wurde dieses Jahr verboten. Wer noch Feuerwerkskörper bei sich hat, dem wird aufgrund der hohen Verletzungsgefahr davon abgeraten, diese zu nutzen.

Gottesdienste sind nicht verboten, manche fallen jedoch aus und einige werden im Internet übertragen. Eine einheitliche Regelung über die Corona-Maßnahmen und Zugangsbeschränkungen gibt es allerdings nicht. So berichtet das RND: “In Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen gilt die 3G-Regel. In den anderen Bundesländern hat die Politik keine Vorgaben gemacht.”

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