Was sind PCR-Schnelltests?


PCR-Tests sind im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht mehr wegzudenken. Weil sie viel präziser sind als Antigen-Tests, gelten sie als der „Goldstandard“ unter den zur Verfügung stehenden Corona-Nachweisen. Ihr einziger Nachteil: Die Proben müssen im Labor ausgewertet werden. Das Prozedere ist aufwendig – zudem kosten die Transportwege eine Menge Zeit. Dementsprechend liegen die Ergebnisse eines PCR-Tests meist erst nach 36 bis 48 Stunden vor. 

Jetzt gibt es eine neue Form des PCR-Tests: den sogenannte PCR-Schnelltest.

Er liefert schon nach ein bis zwei Stunden, bei ganz neuen Systemen sogar schon innerhalb von 20 bis 30 Minuten ein Ergebnis. Dieses Tempo war bisher nur mit Antigen-Schnelltest möglich. Ist das Ergebnis allerdings genauso zuverlässig wie die klassische Variante – geniessen negativ Getestete also genau die gleichen Erleichterungen? 

So funktioniert ein PCR-Schnelltest

Die Probenentnahme ist bei beiden PCR-Testversionen identisch: Geschulte Fachleute entnehmen mit einem speziellen Tupfer einen Abstrich aus Rachen- und Nasenwand. Das ist die Region im Körper, in der sich der Sars-Cov-2-Erreger nach der Infektion am meisten vermehrt. Anschließend geht es darum, im entnommenen Abstrich Viren-Gene nachzuweisen. Mittels PCR-Methode gelingt das , bevor das Immunsystem reagiert oder erste Symptome auftreten. Im Unterschied zu einem Antigen-Test wird eine Infektion früher erkannt, Gegenmaßnahmen lassen sich früher ergreifen. Um ein Ergebnis zu bekommen, wird das Erbgut des Virus mit der sogenannten Polymerase-Ketten-Reaktion vermehrt (Polymerase Chain reaction – PCR). Schlägt der Test an, ist der Patient infiziert. 

Der Unterschied zwischen PCR-Test und PCR-Schnelltest

Nachteil der „klassischen“ Variante: Allein die Vermehrung der Virusprobe dauert normalerweise einige Stunden. Man kann sie zudem nicht einfach vor Ort in der Arztpraxis durchführen, sondern – man braucht dafür ein Labor und geschultes Personal. Beim  PCR-Schnelltests hingegen entfallen einige dieser zeitraubenden Schritte.  Erstens lässt er sich vor Ort durchführen, der  Transport ins externe Labor ist unnötig. Zweitens sind  Schnelltests sogenannte Kartuschentests. Sie haben  – vereinfacht gesagt – das Labor in einem kleinen Kasten schon integriert, also entfällt auch viel aufwändige Laborarbeit. Je nach Hersteller kann ein PCR-Schnelltest schon nach ein bis zwei Stunden ein Ergebnis liefern.Die Genauigkeit ist nur minimal geringer. 

In den Teststationen von Coronatest.de verwenden wir das VitaPCR-Gerät der Firma Credo-Diagnostic. Mit dieser molekulardiagnostischen Plattform liegt das Testergebnis bereits nach 20 Minuten vor. Das Verfahren ist mit einer Genauigkeit von 99 Prozent zudem zuverlässiger als herkömmliche Schnelltests. hat. Dazu wird ein Abstrichtupfer, dessen Nylonfasern das Sekret des Patienten mit Verdacht auf Corona aufgesaugt haben, in einem Röhrchen mit einer Trägerlösung per Hand leicht gemischt. Ein Teil davon wird mit einer Pipette in eine spezielle Tube mit einem Granulat getropft, um eine chemische Reaktion auszulösen. Dabei arbeiten wir hoch steril. Anschließend wird das Röhrchen verschlossen und in das VitaPCR-Gerät gesteckt und die Messung beginnt. 

Für wen sind die PCR-Schnelltests geeignet?

Die meisten Stellen, für die Sie das Testergebnis brauchen, erkennen den PCR-Schnelltest als vollwertigen PCR-Test an.

Unsere PCR-Schnelltests werden von vielen Ländern bei einer Auslandsreise anerkannt. Sobald die Auswertung verfügbar ist, wird Ihnen das Testzertifikat per Mail als PDF-Datei mit Stempel und Unterschrift eines Hausarztes per E-Mail zugeschickt. Auf dem Ergebnis finden Sie Ihre persönlichen Daten, aber auch die Testmethode und eine Erklärung des Vita-PCR-Tests. Da sich Regelungen für die Einreise jedoch oft auch kurzfristig ändern können, empfehlen wir, sich bei Auslandsreisen vorab bei der zuständigen Botschaft des Reiselandes zu informieren, ob der PCR-Schnelltest anerkannt wird. Natürlich können sie in unseren Teststellen auch einen herkömmlichen PCR-Test durchführen lassen. 

Darüber hinaus sind rasche Ergebnisse grundsätzlich sinnvoll, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen. Mit Corona infizierte Menschen bewegen sich nicht tagelang unwissend in der Öffentlichkeit. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass potenziell Infizierte durch die kürzere Wartezeit psychisch wesentlich weniger belastet werden.