Corona in Frankfurt – was tun?

Seit Mitte März gelten bundesweit neue Corona-Verordnungen, die regional unterschiedlich umgesetzt werden. Sie bedeuten ein deutliches Mehr an Freiheit für das Privatleben, aber auch für Kultur und Wirtschaft. Doch noch immer sind die Menschen in Deutschland von ihren gewohnten Lebensbedingungen weit entfernt: Trotz der angekündigten und zum Teil bereits vollzogenen Lockerungen durch Bund und Länder bleiben weite Teile unseres normalen Lebens eingeschränkt. Und weiterhin gilt als oberstes Gebot: Abstand halten, Kontakte reduzieren, Mundschutz tragen.

Hoffnung auf mehr Freiheit

Nach Monaten des Lockdowns kann man jedoch immerhin wieder Schreibwaren, Bücher, Blumen und einiges mehr vor Ort im Geschäft einkaufen. Auch dürfen sich Menschen mit anderen wieder in der Öffentlichkeit treffen – unter Beachtung der Hygiene-Regeln. Viele freuen sich auf einen Ausflug ins Museum oder in den Zoo. Auch Baumärkte, Friseure und Sportstätten sind wieder geöffnet. „Die Menschen brauchen Signale der Hoffnung“, sagt dazu Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, um gleich darauf die Bürger*innen eindringlich daran zu erinnern, die bestehenden Corona-Vorgaben und -Regeln zu akzeptieren und einzuhalten. „Wir riskieren sonst, das bis jetzt Erreichte wieder zu verspielen.“ 

Welche Coronaregeln gelten in Frankfurt?

Solange wir die Pandemie nicht im Griff haben, ist und bleibt die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen das Coronavirus das Einhalten der AHA-Formel: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen. Bis das Durchimpfen der Bevölkerung weiter fortgeschritten ist, sollte man zudem weiterhin darauf achten, soziale Kontakte so gering wie möglich zu halten. Auch die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist ein wichtiger Helfer in der aktuellen Lage. Eine Selbstverständlichkeit sollte es sein, grundlegende Hygienestandards gewissenhaft einzuhalten und Räume, die von verschiedenen Menschen genutzt werden, regelmäßig und ausgiebig zu lüften. All diese allgemeingültigen Regeln treffen selbstverständlich auch auf Frankfurt zu. 

Darüber hinaus gelten für Frankfurt (Stand Mitte März) folgende Vorgaben:

• Mundschutz: In den öffentlichen Bereichen der Stadt Frankfurt müssen Fußgänger einen Mundschutz tragen (zwischen 8:00 und 22:00 Uhr). Im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr sowie in Geschäften und ihrer unmittelbaren Umgebung besteht sogar die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken (zum Beispiel FFP-2-Masken). Dies gilt auch an allen unterirdischen und oberirdischen Haltestellen sowie bei allen öffentlichen Veranstaltungen und in öffentlichen Einrichtungen. Auch in Schulen besteht Maskenpflicht. 

• Private Treffen: Außerhalb der eigenen Wohnung dürfen maximal fünf Menschen aus zwei Hausständen zusammenkommen, Kinder im Alter bis 14 Jahren nicht mitgerechnet. Für private Zusammenkünfte in den eigenen vier Wänden oder im eigenen Garten gelten diese Kontaktregeln als dringende Empfehlung.

• Einkaufen: Besuche beim Friseur, in Lebensmittelgeschäften und Drogeriemärkten sind möglich. Auch Baumärkte, Gartenmärkte, Baumschulen und Buchhandlungen haben wieder geöffnet. Die übrigen Einzelhändler dürfen das „Click-and-meet“ anbieten: Jeweils ein Kunde pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche darf nach Anmeldung in einem bestimmten Zeitraum einkaufen.

• Sport: Amateur- und Freizeit-Sport ist mit bis zu zwei Haushalten mit höchstens fünf Personen möglich. Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen Sport im Freien auch in Gruppen treiben. In Fitnessstudios kann bei entsprechenden Hygienevorkehrungen mit Einzelterminen trainiert werden. 

• Kultur und Freizeit: Museen, Schlösser, Gedenkstätten, Tierparks, Zoos und botanische Gärten dürfen mit umfassendem Hygienekonzept öffnen. Sie brauchen dafür allerdings eine Terminvereinbarung. Außerdem müssen persönliche Daten hinterlegt werden, um Kontakte nachverfolgen zu können.

Bitte beachten Sie jedoch, dass diese geltenden Vorgaben und Regeln als Momentaufnahme zu sehen sind. Die Bestimmungen von Bund, Länder und Gemeinden sind dem Verlauf der Pandemie geschuldet, sie richten sich stark nach dem Wert der Sieben-Tage-Inzidenz (dieser Wert bildet die Fälle pro 100.000 Einwohner*innen in den letzten sieben Tagen ab). Je höher dieser Wert ist, desto mehr Einschränkungen wird es geben. Je niedriger der Wert, desto mehr Lockerungen sind möglich. Die Homepage des Gesundheitsamtes Frankfurt (www.frankfurt.de) versorgt sie zeitnah und aktuell mit den neuesten regionalen Informationen rund um das Covid-19-Virus.

Wichtige Hotlines und Informationsstellen

Ebenfalls ist es wichtig, in Krisenzeiten relevante Telefonnummern und Beratungsstellen möglichst auf einen Blick parat zu haben. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Telefonnummern und Internetseiten, wenn Sie medizinische und psychologische Hilfe benötigen:

• Corona-Hotline des Gesundheitsamtes Frankfurt: 069-212 77400 

• Hotline des Landes Hessen für Fragen zum Corona-Virus: 0800 555 4 666

• Coronavirus-Hotline des Bundesgesundheitsministeriums (Bürgertelefon): (030) 34 64 65 100 

• Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117 (Deutschlandweit erreichbar)

• Katholische Telefonseelsorge Frankfurt: (069) 1501-108
• Evangelische Telefonseelsorge Frankfurt: (069) 282890
• Frankfurter Krisendienst: (069) 61 13 75
• Beratungstelefon „Corona-Zeit mit Kind“ des Frankfurter Kinderschutzbundes: 0800 66 46 969

• Auf www.amka.de/corona finden Sie die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen für Frankfurt am Main in über 20 Sprachen.  

Was tun, wenn ich mich mit Corona infiziert habe?

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, kann andere anstecken, selbst dann, wenn keine Krankheitssymptome bestehen. Deshalb müssen Sie sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Für 14 Tage dürfen Sie anschließend die Wohnung nicht mehr verlassen und sollten den Kontakt zu anderen im Haushalt lebenden Personen möglichst vermeiden. Das legt die Corona-Quarantäneverordnung des Landes Hessen fest, übrigens auch ohne gesonderte Anordnung durch das Gesundheitsamt. Das Testlabor, das einen positiven Test abgenommen hat, übermittelt dieses Ergebnis automatisch an das Gesundheitsamt, das sich dann bei Ihnen melden wird. Um das Frankfurter Gesundheitsamt zu unterstützen, bittet dieses darum, so schnell wie möglich eine Liste aller  Personen zu erstellen, zu denen Sie in den beiden letzten Tagen vor der Testung Kontakt hatten.

Die Liste sollte beinhalten:

  • Namen
  • Telefonnummern
  • E-Mail-Adressen
  • Anschrift und Geburtsdatum (falls bekannt)

Warum sind Coronatests so wichtig?

Um Corona unter Kontrolle zu behalten, ist Testen wichtig – gerade, wenn schrittweise Einrichtungen öffnen. Indem wir mehr testen, können Corona-Infektionen besser und schneller erkannt werden. Damit können wir Infektionsketten unterbrechen und die Verbreitung der Pandemie eindämmen. 

Das Coronavirus lässt sich dabei mit verschiedenen Testverfahren nachweisen. In der Regel wird ein PCR-Test immer dann durchgeführt, wenn man eine direkte Kontaktperson ist oder akute Symptome aufweist. Ein Antigen-Schnelltest wird meist dann herangezogen, wenn schnelle Ergebnisse gebraucht werden, beispielsweise vor dem Besuch in einem Pflegeheim. Auch wenn Sie sich selbst unwohl fühlen und Gewissheit haben oder vor einem Familienbesuch auf Nummer sicher gehen wollen, bieten sich Schnelltests an. Der PCR-Test gilt nach wie vor als der zuverlässigste Test, Studien haben gezeigt, dass auch geringe Virenmengen nachweisbar sind. Allerdings dauert es 36 bis 48 Stunden, bis das Testergebnis vorliegt. Bei Antigen-Schnelltests hat man das Ergebnis bereits nach 20 Minuten. Sie sind jedoch weniger sensitiv als der PCR-Test. Das heißt, dass eine größere Virusmenge nötig ist, um ein positives Ergebnis zu erzeugen.

In unserer Teststation in Frankfurt bieten wir Ihnen beide Testvarianten mittels Nasen- und Rachenabstrich an. Beim Antigen-Schnelltest erhalten Sie das Ergebnis binnen 20 Minuten, je nach Wunsch per E-Mail oder auch ausgedruckt. Auch der sogenannte Gurgeltest ist bei uns möglich. Unsere Tests eignen sich für alle Personen, unabhängig davon, ob sie Symptome einer Covid-19 Infektion aufweisen oder nicht. Sie brauchen für unsere Tests keine vorherige Erlaubnis des Gesundheitsamtes. Egal ob Sie einen konkreten Anlass haben oder nur das Bedürfnis nach mehr Sicherheit, wir testen Sie gerne. 

Unsere Teststation finden Sie hier:

Excelsior Hotel am Hauptbahnhof

Mannheimer Straße 7-13 

60329 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 8 bis 20 Uhr

An Feiertagen können die Öffnungszeiten abweichen. Informieren Sie sich bitte hierzu auf unserer Homepage. Registrieren Sie sich vorab bitte online und kommen Sie dann gerne spontan vorbei. Es ist nicht erforderlich, dass Ihr Wohnsitz in Frankfurt gemeldet ist, wir akzeptieren jede Adresse. Allerdings benötigen wir in jedem Fall ein amtliches Ausweisdokument von Ihnen, das Sie bitte auch zum Test mitbringen. Sollte ein bei Ihnen durchgeführter Schnelltest positiv sein, wenden Sie sich bitte umgehend an das zuständige Gesundheitsamt.

Wo kann ich mich impfen lassen?

Die Impfung gegen das Corona-Virus ist nicht nur in Deutschland die große Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie. Doch bis hierzulande durch flächendeckendes Impfen in der Bevölkerung eine Herdenimmunität erreicht sein wird, wird es noch Monate dauern. Zwar arbeitet die Bundesregierung an einem Konzept, mit dem Corona-Impfungen bald auch in Arztpraxen möglich sein sollen, doch derzeit wird bundesweit vornehmlich in Impfzentren geimpft.

Dies ist auch in Frankfurt der Fall: Impfungen gegen das Covid-19-Virus werden in einem eigens eingerichteten Impfzentrum vorgenommen. Ausnahmen sind Bewohner*innen von Altenpflegeheimen und das Pflegepersonal, die derzeit überwiegend durch mobile Teams geimpft werden. In Hessen gibt es aktuell insgesamt 28 Impfzentren, das Impfzentrum der Stadt Frankfurt befindet sich in der Festhalle auf dem Messegelände. 

  • Adresse: Impfzentrum Stadt Frankfurt am Main, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main.
  • Zugang für Fußgänger und Personen, die mit dem ÖPNV kommen: Nach Verlassen der Bahnstationen ist der Eingang City (Friedrich-Ebert-Anlage) gleich in Sichtweite. Es gibt in der U-Bahnstation Festhalle / Messe (nur U4) auch einen direkten Zugang zum Eingang City, der übrigens auch ausgeschildert ist. Die S-Bahn-Station liegt einige Gehminuten entfernt. Folgen sie einfach den Hinweisschildern zur U-Bahn. 
  • Wenn Sie sich mit dem Taxi zum Impfzentrum fahren lassen, kann der Taxifahrer Sie am Eingang City aussteigen lassen.
  • Wer mit dem Auto anreist, kommt über das Tor Ost (Brüsseler Straße) oder über das Tor Nord (Beschilderung am Katharinenkreisel folgen) zum Impfzentrum.
  • An allen Zugängen können Rollstühle ausgeliehen werden.
  • Personen, die mit dem Auto anreisen, können in einem der öffentlichen Parkhäuser rund um die Messe parken.
  • Die Stadt Frankfurt bietet Frankfurter Bürger*innen ab dem 80. Lebensjahr einen kostenfreien Transfer zum Impfen an. Das Sozialdezernat stellt diesen Senior*innen insgesamt jeweils vier Taxigutscheine zur Verfügung. Diejenigen älteren Menschen, die bereits einen Impftermin haben, rufen im Jugend- und Sozialamt an, lassen sich registrieren und bekommen danach die vier Gutscheine per Post zugeschickt. Bei Bedarf melden Sie sich unter der
    Telefonnummer 069 / 212 – 450 65 im Rathaus.

Es macht übrigens keinen Sinn, auf Verdacht in ein Impfzentrum zu fahren und darauf zu hoffen, geimpft zu werden. Impfungen erfolgen nur nach vorheriger Terminvergabe. Solange der Corona-Impfstoff noch knapp ist, muss bei der Vergabe des Impfstoffes priorisiert werden. Die Bundesregierung hat deshalb in Absprache mit Experten und Wissenschaftlern eine Reihenfolge erarbeitet, welche Menschengruppen zuerst durch eine Corona-Impfung geschützt werden sollen. Demnach gehören Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen sowie alle Menschen über 80 zur Gruppe 1 mit höchster Priorität. Dann folgt die Gruppe 2 mit den über 70-Jährigen oder Menschen mit bestimmten schweren Krankheiten. Ab wann Sie geimpft werden können, erfragen Sie am besten bei Ihrem Hausarzt. 

Eine andere Möglichkeit ist, im Internet den Corona-Impfterminrechner (https://www.omnicalculator.com/health/impfterminrechner) zu benutzen. Dieser Rechner schätzt, wo Sie sich in der Warteschlange für eine Corona-Impfung in Deutschland befinden.