Mitarbeiter arbeiten während Corona zusammen

Corona Tests in Firmen

Tipps für Unternehmen

Für Unternehmen bedeutet Covid-19 eine besondere Herausforderung. Hohe Corona-Infektionszahlen und die Sorge vor Betriebsstilllegungen oder Quarantäneauflagen machen immer mehr Unternehmen große Sorgen. Für viele Unternehmer*innen lautet dabei die wichtigste Frage: Wie kann der Betrieb optimal aufrechterhalten werden und wie können Mitarbeiter*innen sicher weiterarbeiten? Auf dem Weg zurück zum Normalbetrieb bieten konsequente Testungen auf das Corona-Virus ein großes Plus an Sicherheit. Dies gilt vor allem für diejenigen Arbeitsbereiche, wo Mitarbeiter*innen zusammenkommen und gemeinsam arbeiten, wo Kundenkontakt wichtig oder unerlässlich ist und wo Geschäftsreisen stattfinden.

Derzeit ist nicht absehbar, wann die Corona-Pandemie überstanden ist und wieder ein Alltag ohne Einschränkungen möglich ist. Umso wichtiger ist es, die Ausbreitung des Virus weiterhin einzudämmen und die Gesundheitssysteme nicht zu überlasten. Neben Hygiene- und Abstandsregeln sind Corona-Tests ein elementarer Bestandteil der Pandemie-Bekämpfung. Durch Tests können infizierte Personen identifiziert, Infektionsketten unterbrochen und die Ansteckung sowie Ausbreitung des Virus vermindert werden. Unternehmen sollten daher Corona-Tests auch ohne konkrete Verdachtsfälle in ihren Pandemieplan integrieren: Sie bieten die Chance, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, Mitarbeiter*innen effektiv zu schützen und Infektionsketten rasch zu unterbrechen. Wichtig ist dabei, dass die Proben durch erfahrenes Personal gewonnen werden und die Tests von Fachpersonal durchgeführt und ausgewertet werden. Denn wenn Abstriche nachlässig genommen werden oder Tests nicht richtig analysiert werden, können falsch-negative Ergebnisse zu falscher Sicherheit führen.

Was ist die optimale Teststrategie für Unternehmen?

Die möglichen Test-Strategien variieren je nach Unternehmen, Branche und Zielsetzung. Regelmäßige Tests, wie sie in den meisten Pflegeeinrichtungen und im medizinischen Bereich mittlerweile Standard sind, geben die größtmögliche Sicherheit in der Corona-Pandemie. Sinnvoll erscheint ein Turnus von 14 Tagen, in welchem alle Mitarbeiter*innen getestet werden. Diese Strategie empfiehlt sich für alle Branchen und Unternehmen mit viel Kontakt zu weiteren Menschen, wie zum Beispiel Unternehmen aus der Industrie, dem Handwerk, Logistik oder Dienstleistungen. Denn hier ist der Kontakt unter Kollegen in den meisten Fällen unvermeidbar, wenn Geräte gemeinsam bedient oder Arbeiten nur gemeinsam ausgeführt werden können. Im Bereich Dienstleistung kommt meistens noch der Kundenkontakt als weiterer Faktor hinzu. 

Spätestens aber wenn bei einem Mitarbeiter beziehungsweise einer Mitarbeiterin im Unternehmen der Verdacht auf eine Infektion mit Sars-Cov-2 besteht, sollte die betroffene Person so schnell wie möglich einen Corona-Test erhalten. Zusätzlich sollten auch im Umfeld des Verdachtsfalls, etwa bei allen direkten Kolleg*innen im Unternehmen, Tests erfolgen.

PCR-Tests oder Schnelltests

Der Vergleich von PCR-Tests und Schnelltests zeigt: PCR-Tests gelten als Goldstandard, also als bewährteste und beste Lösung unter den Testmethoden. Sie werden auch von Coronatest.de in Berlin angeboten und anschließend in Speziallaboren ausgewertet. Das Ergebnis wird dann in 98 % der Fälle binnen 24 bis 36 Stunden per E-Mail übermittelt. Als Akutmaßnahme können Unternehmen aber auch Antigen-Schnelltests nutzen. Ihr entscheidender Vorteil ist, dass sie bereits nach etwa zwanzig Minuten ein Ergebnis liefern. Die von uns genutzten Tests haben mit einer Spezifität von 99,9 Prozent und einer Sensitivität von 96,17 Prozent eine hohe Zuverlässigkeit. Vor oder nach Dienstreisen und um die Sicherheit von Meetings, Konferenzen oder Firmenveranstaltungen zu erhöhen, kann gezieltes präventives Testen sinnvoll sein. Antigentests können auch dazu beitragen, dass Angestellte früher aus einer Quarantäne an ihren Arbeitsplatz im Unternehmen zurückkehren können.

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Für den Fall, dass ein*e Mitarbeiter*in erkrankt ist, müssen sich alle direkten Kontaktpersonen im Betrieb an das Gesundheitsamt wenden – egal, ob sie Symptome haben oder nicht. Wurde der Betroffene positiv auf Sars-Cov-2 getestet, müssen sich auch diejenigen Kolleg*innen, die mit der betroffenen Person Kontakt hatten, vorsorglich in Quarantäne begeben. Im Homeoffice können die nicht Erkrankten dann weiter arbeiten. In der Regel gibt das Gesundheitsamt den Firmen Rückmeldung über bestätigte Covid-19-Erkrankungen. 

Meldepflicht für Corona-Infizierte beim Arbeitgeber!

Prinzipiell gilt, dass Arbeitnehmer*innen weder Arbeitgebern*innen noch Kolleg*innen Auskunft über Krankheiten erteilen muss. Ausreichend ist im Normalfall, Arbeitsgeber*innen die Arbeitsunfähigkeit anzuzeigen und die voraussichtliche Dauer mittels einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mitzuteilen. Das neue Corona-Virus unterliegt jedoch einer behördlichen Meldepflicht: Stellt der Arzt oder die Ärztin bei der Diagnose ein Covid-19-Virus fest, muss dies unverzüglich unter Angabe der persönlichen Daten der erkrankten Person dem zuständigen Gesundheitsamt mitgeteilt werden. Nach der Corona-Meldeverordnung müssen die Ärzt*innen nicht nur die tatsächlichen Erkrankungsfälle von Covid-19, sondern auch Verdachtsfälle den zuständigen Behörden melden.

Darüber hinaus sind auch Arbeitnehmer*innen bei einem positiven Corona-Test verpflichtet, der Meldepflicht nachzukommen und Arbeitgeber*innen entsprechend zu informieren. Nur wenn sie ausschließlich von zu Hause aus im Homeoffice gearbeitet haben, müssen sie dem Chef oder der Chefin nicht verraten, dass sie sich infiziert haben. Wenn betroffene Mitarbeiter*innen jedoch Kontakt zu Kolleg*innen hatten, haben sie nicht nur eine Meldepflicht, sondern sogar eine Anzeigepflicht. Nur so können Arbeitgeber*innen im Betrieb Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Virus ergreifen. Zudem müssen der Dienstherr*innen die weiteren Mitarbeiter*innen über den Coronavirus-Fall informieren, damit diese sich besser schützen können. Dabei müssen alle informiert werden, die mit Erkrankten in Berührung gekommen sein könnten. Ist ein Betriebsteil vom restlichen Betrieb isoliert, kann dieser Teil von der Information jedoch ausgenommen werden. 

Sind Pflichttests dann sinnvoll und erlaubt? 

Sinnvoll sind sie auf jeden Fall. Jedoch gilt zunächst zu beachten, dass Pflichttests auf das Corona-Virus grundsätzlich nur durch die zuständigen Behörden angeordnet werden können. Auch in konkreten Einzelfällen können die Behörden die Durchführung von Corona-Tests anordnen. Arbeitnehmer*innen wiederum können schon aufgrund ihres Berufes zur Durchführung regelmäßiger Tests verpflichtet sein. Dies trifft insbesondere auf Ärzt*innen und Pflegepersonal zu. Ist eine Gefährdungsbeurteilung durch das Corona-Virus gegeben und wird die Notwendigkeit einer Testung rechtmäßig angeordnet, müssen sich Arbeitnehmer*innen testen lassen. Eine Verweigerung der Sars-Cov-2-Schnelltests kann ansonsten arbeitsrechtliche Konsequenzen für Arbeitnehmer*innen nach sich ziehen, bis hin zu Abmahnung oder Kündigung. Rechtsgrundlage für die Anordnung der Tests bilden das Infektionsschutzgesetz (IfSG) und die diesbezüglichen Rechtsverordnungen oder Allgemeinverfügungen der jeweiligen Länder. 

Der Arbeitgeber muss seine Fürsorgepflicht einhalten!

Die behördliche Anordnung eines Tests ist allerdings von der Anordnung durch Arbeitgeber*innen streng zu trennen. Corona-Massentests können in Betrieben nur mit Einverständnis der Arbeitnehmer*innen oder auf Anordnung einer Behörde stattfinden. Jedoch sind Arbeitgeber*innen verpflichtet, die für den Gesundheitsschutz erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Denn einerseits haben sie eine Fürsorgepflicht gegenüber den Arbeitnehmer*innen einzuhalten, zum anderen sollen laut Arbeitsschutzgesetz auch die Beschäftigten ihre Arbeitgeber*innen bei den Bemühungen um einen möglichst guten Gesundheitsschutz unterstützen. Eine Corona-Testpflicht in Betrieben kann dementsprechend unter bestimmten Umständen also durchaus möglich und sogar verpflichtend sein – allerdings nur dann, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Insbesondere ist für eine Testpflicht relevant, ob es sich um eine besonders anfällige Tätigkeit handelt, beispielsweise um Beschäftigte, die mit gefährdeten Personengruppen zu tun haben. 

Aufgrund der für alle Beteiligten nie dagewesenen Situation und der starken staatlichen Eingriffe in Grundrechte ist zu erwarten, dass die Rechtsprechung eher dem Gesundheitsschutz den Vorzug geben wird, sofern Arbeitgeber*innen sachlich nachvollziehbare Entscheidungen treffen. In der Praxis spielt das jedoch keine allzu große Rolle, da für den Fall, dass es zu Infizierungen kommt, die Gesundheitsämter im Regelfall ohnehin umfassende Tests anordnen.

Freiwillige Tests anbieten

In den meisten Fällen setzen Arbeitgeber*innen zudem auf Freiwilligkeit. Gerade für Mitarbeiter*innen, die mit gefährdeten Personengruppen arbeiten, ist die Bereitschaft zum Test nicht nur ein Zeichen von Pflichtgefühl und Arbeitsbereitschaft, sondern vor allem Ausdruck von Rücksichtnahme auf ihre Mitmenschen. Dementsprechend ist die Bereitschaft zu freiwilligen Tests groß. Jüngste Erhebungen belegen, dass in den meisten Betrieben, in denen Covid-19-Tests auf „verpflichtend freiwilliger Basis“ angeboten werden, Mitarbeiter*innen und Beschäftigte die Testung positiv sehen und sie bereitwillig annehmen. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt regelmäßige Tests in Betrieben. Im Interview mit RTL/ntv stellte er fest: „Studien zeigen ganz klar: Wenn man die Belegschaften der Betriebe zweimal pro Woche mit einem Antigentest sozusagen bei Beginn der Arbeit testen würde, dann würde man damit massiv die Zahl der Neuinfektionen senken können!“

Wir beraten Sie gerne zu einer optimalen Teststrategie für Ihr Unternehmen und führen Testungen bei auch vor Ort in Ihren Arbeitsräumen durch.